Schwerpunkte · Teamentwicklung

Teamentwicklung im Kollegium: gemeinsam arbeiten, ohne gleich arbeiten zu müssen

Ein gutes Kollegium besteht nicht daraus, dass alle dieselbe Meinung haben.

Lehrer:innen bringen unterschiedliche Persönlichkeiten, Erfahrungen, pädagogische Haltungen und Arbeitsweisen mit. Genau das kann eine Stärke sein.

Schwierig wird es, wenn Unterschiede dazu führen, dass Absprachen nicht funktionieren, Aufgaben unklar verteilt sind oder sich einzelne Personen regelmäßig übergangen, allein gelassen oder überlastet fühlen.

Vielleicht kennt ihr Sätze wie:

„Bei uns macht jede:r irgendwie sein eigenes Ding.“

„Wir reden viel – aber entscheiden nichts.“

„Am Ende übernehmen immer dieselben Personen.“

„In unserer Klasse gelten je nach Lehrer:in völlig andere Regeln.“

Oder:

„Eigentlich verstehen wir uns gut. Aber Zusammenarbeit kostet uns unglaublich viel Energie.“

Teamentwicklung bedeutet für mich deshalb nicht, aus einem Kollegium künstlich eine harmonische Einheit zu machen.

Es geht darum, Unterschiede so zu organisieren, dass Zusammenarbeit trotzdem verlässlich funktioniert.

Infografik „Was braucht gute Zusammenarbeit im Kollegium?“ mit gemeinsamer Orientierung, Rollen, Kommunikation, Verbindlichkeit und Vertrauen

Warum ist gute Zusammenarbeit im Kollegium so wichtig?

Schule ist einerseits ein Beruf mit viel individueller Verantwortung.

Gleichzeitig kann kaum eine Lehrkraft wirklich allein arbeiten.

Klassen, Projekte, Fördermaßnahmen, Übergaben, Elternarbeit, Konflikte, Vertretungen und Schulentwicklung brauchen Abstimmung.

Die aktuellen TALIS-Daten zeigen auch einen Zusammenhang zwischen professionellen Beziehungen im Kollegium und der beruflichen Zufriedenheit von Lehrer:innen. In Österreich geben 87 % der Lehrer:innen an, dass sie sich an ihrer Schule aufeinander verlassen können. OECD

Zusammenarbeit ist also nicht nur organisatorisch praktisch.

Sie beeinflusst auch, wie Schule als Arbeitsplatz erlebt wird.

Arbeiten Lehrer:innen in Österreich viel im Team?

Ja – zumindest in bestimmten Bereichen.

Laut TALIS 2024 geben 61 % der österreichischen Lehrer:innen der Sekundarstufe I an, mindestens einmal pro Monat gemeinsam im Team in derselben Klasse zu unterrichten. Damit liegt Österreich international sehr weit vorne.

Gleichzeitig nehmen nur 6 % mindestens monatlich an kollaborativem professionellem Lernen teil. OECD Education GPS

Das finde ich für Teamentwicklung besonders interessant.

Denn:

Viel Zusammenarbeit bedeutet noch nicht automatisch gute Zusammenarbeit.

Man kann jeden Tag miteinander arbeiten – und trotzdem kaum Zeit dafür haben, darüber nachzudenken, wie man eigentlich miteinander arbeitet.

Was ist der Unterschied zwischen Teambuilding und Teamentwicklung?

Teambuilding kann Verbindung schaffen.

Gemeinsame Übungen, Perspektivwechsel oder Aufgaben ermöglichen einem Team, sich außerhalb der gewohnten Routinen zu erleben. Ressourcen werden sichtbar, Kommunikation kann spielerisch reflektiert werden und manchmal tut es einem Kollegium schlicht gut, gemeinsam etwas Positives zu erleben.

Teamentwicklung geht darüber hinaus.

Sie beschäftigt sich stärker mit Fragen wie:

Wie arbeiten wir eigentlich miteinander?

Welche Rollen haben wir?

Was erwarten wir voneinander?

Wie treffen wir Entscheidungen?

Wo entstehen immer wieder Reibungsverluste?

Welche Vereinbarungen brauchen wir für unseren Schulalltag?

Ein gemeinsamer schöner Nachmittag kann wertvoll sein.

Wenn Zusammenarbeit aber an unklaren Zuständigkeiten, unausgesprochenen Konflikten oder widersprüchlichen Erwartungen scheitert, braucht es häufig mehr als klassische Teambuilding-Übungen.

Woran merken wir, dass unser Team Teamentwicklung brauchen könnte?

Nicht jedes Teamproblem ist gleich ein Konflikt.

Manchmal funktioniert Zusammenarbeit einfach unnötig kompliziert.

Zum Beispiel, wenn Informationen regelmäßig nicht bei allen ankommen, Zuständigkeiten unklar bleiben, Entscheidungen immer wieder neu diskutiert werden oder Aufgaben dauerhaft bei denselben Personen landen.

Ein weiteres Zeichen kann sein, wenn unterschiedliche pädagogische Haltungen im Alltag immer wieder zu widersprüchlichem Handeln führen.

Oder wenn das Kollegium eigentlich gut miteinander auskommt – aber organisatorisch ständig aneinander vorbeiarbeitet.

Ein Team muss also nicht „zerstritten“ sein, damit Teamentwicklung sinnvoll ist.

Manchmal lautet das Thema einfach:

„Wir könnten uns Zusammenarbeit leichter machen.“

Muss ein gutes Kollegium überall einer Meinung sein?

Nein.

Das wäre weder realistisch noch unbedingt wünschenswert.

Unterschiedliche Perspektiven können pädagogische Arbeit bereichern.

Die entscheidende Frage ist nicht:

„Sind wir uns immer einig?“

sondern:

„Können wir trotz unterschiedlicher Einschätzungen verlässlich zusammenarbeiten?“

Ein Klassenteam kann unterschiedliche Unterrichtsstile haben und trotzdem gemeinsame Grundlinien vereinbaren.

Lehrer:innen müssen nicht identisch reagieren.

Aber Schüler:innen sollten bei zentralen Fragen trotzdem ausreichend Orientierung bekommen.

Das Ziel ist deshalb nicht Gleichheit.

Das Ziel ist:

gemeinsam handlungsfähig bleiben.

Was braucht gute Zusammenarbeit im Kollegium?

Ich schaue bei Teamentwicklung besonders auf sechs Bereiche:

  • Gemeinsame Orientierung: Was ist uns wirklich wichtig?
  • Rollen & Zuständigkeiten: Wer übernimmt was?
  • Klare Kommunikation: Wer braucht welche Information?
  • Verbindlichkeit: Was haben wir tatsächlich vereinbart?
  • Umgang mit Unterschieden: Wo brauchen wir eine gemeinsame Linie – und wo nicht?
  • Unterstützung & Vertrauen: Können wir uns aufeinander verlassen?

Auch die Pädagogische Hochschule Niederösterreich betont bei gelingender Kooperation unter anderem gemeinsame Ziele, klare Strukturen und Regeln, unterschiedliche Rollen sowie kontinuierliche Kommunikation und Zusammenarbeit. PH Niederösterreich

Nicht jeder dieser Bereiche muss perfekt funktionieren.

Wenn mehrere davon dauerhaft unklar sind, kostet Teamarbeit aber häufig deutlich mehr Energie als notwendig.

Warum sind Rollen und Zuständigkeiten im Kollegium so wichtig?

Viele Konflikte sehen zunächst persönlich aus.

„Sie macht nie etwas.“

„Er mischt sich überall ein.“

„Ich muss mich um alles kümmern.“

„Niemand fühlt sich verantwortlich.“

Dahinter steckt manchmal eine überraschend sachliche Frage:

Wer ist eigentlich wofür zuständig?

Wenn Rollen unklar sind, entstehen Lücken.

Und solche Lücken werden häufig von besonders engagierten Personen aufgefüllt.

Auf Dauer entsteht daraus leicht Frust.

Klare Zuständigkeiten bedeuten deshalb nicht Bürokratie um der Bürokratie willen.

Sie können verhindern, dass ständig neu ausgehandelt werden muss, wer etwas macht und wer sich darum kümmert.

Wie finden wir eine gemeinsame pädagogische Linie, ohne alle gleichzumachen?

Gerade in Klassenteams ist diese Frage zentral.

Schüler:innen müssen nicht bei jeder Lehrkraft exakt dasselbe erleben.

Aber in manchen Bereichen hilft Verlässlichkeit.

Zum Beispiel:

Welche grundlegenden Regeln gelten?

Wie reagieren wir auf bestimmte wiederkehrende Situationen?

Welche Konsequenzen wurden vereinbart?

Wann informieren wir einander?

Was entscheidet jede Lehrkraft selbst?

Und was braucht eine gemeinsame Entscheidung?

Eine gemeinsame Linie bedeutet also nicht:

„Alle müssen gleich unterrichten.“

Sondern:

„Wir wissen, wo wir gemeinsam handeln müssen – und wo unterschiedliche Wege völlig in Ordnung sind.“

Auch die PH Niederösterreich beschreibt gelingendes Teamteaching nicht primär als organisatorisches Modell, sondern als gemeinsame Planung, fortlaufende Kooperation, Kommunikation und Übernahme gemeinsamer Verantwortung. PH Niederösterreich

Was tun, wenn im Team immer dieselben Personen alles übernehmen?

Dann lohnt es sich zuerst, Arbeit sichtbar zu machen.

Denn nicht jede Aufgabe ist gleich gut sichtbar.

Wer organisiert?

Wer erinnert?

Wer schreibt zusammen?

Wer springt spontan ein?

Wer übernimmt schwierige Gespräche?

Wer hält den Kontakt?

Wer löst Probleme, bevor andere sie überhaupt bemerken?

Gerade solche informellen Aufgaben können viel Energie kosten.

Erst wenn sichtbar wird, was tatsächlich alles getan wird, kann ein Team sinnvoll über eine gerechtere Verteilung sprechen.

→ Mehr zu Grenzen & professioneller Abgrenzung für Lehrer:innen

→ Mehr zu Selbstorganisation & Prozesse im Schulalltag optimieren

Wie können wir besser kommunizieren, ohne noch mehr Besprechungen zu haben?

Mehr Kommunikation ist nicht automatisch bessere Kommunikation.

Manche Teams kommunizieren sehr viel – und trotzdem fehlen ständig Informationen.

Deshalb schauen wir lieber auf die Qualität und Struktur:

Welche Information braucht tatsächlich das ganze Team?

Was reicht schriftlich?

Was muss gemeinsam diskutiert werden?

Was braucht eine Entscheidung?

Wer dokumentiert Ergebnisse?

Und wo finden wir diese Information später wieder?

Gute Teamkommunikation sollte nicht dafür sorgen, dass alle noch mehr Nachrichten bekommen.

Sie sollte im besten Fall unnötige Kommunikation reduzieren.

Warum sind Teamsitzungen manchmal so anstrengend?

Besprechungen werden besonders mühsam, wenn alle über unterschiedliche Dinge sprechen.

Eine Person möchte Informationen austauschen.

Eine andere möchte diskutieren.

Eine dritte erwartet eine Entscheidung.

Und eine vierte weiß gar nicht, warum das Thema überhaupt auf der Tagesordnung steht.

Hilfreich ist deshalb schon zu Beginn die Frage:

Was brauchen wir von diesem Tagesordnungspunkt?

Information?

Ideen?

Austausch?

Eine Entscheidung?

Oder eine konkrete Aufgabenverteilung?

Am Ende sollte möglichst klar sein:

Wer macht was bis wann?

Das klingt simpel.

Genau diese Klarheit fehlt im Schulalltag aber erstaunlich häufig.

Was, wenn es im Kollegium bereits Konflikte gibt?

Dann muss zunächst geklärt werden, was das Team tatsächlich braucht.

Ein Teambuilding kann keinen festgefahrenen Konflikt lösen, den niemand ansprechen darf.

Wenn es bereits starke Spannungen, verletzende Situationen oder verhärtete Fronten gibt, kann deshalb zunächst eine Moderation, Konfliktklärung oder Einzelberatung sinnvoller sein.

Teamentwicklung und Konfliktklärung sind nicht dasselbe.

Sie können aber ineinandergreifen.

→ Mehr zu Kommunikation & Konflikten im Schulalltag

Was, wenn einzelne Kolleg:innen keine Lust auf Teamentwicklung haben?

Das ist nicht ungewöhnlich.

Vor allem dann, wenn Teamentwicklung als versteckte Botschaft verstanden wird:

„Mit euch stimmt etwas nicht.“

Dann entsteht schnell Widerstand.

Deshalb finde ich eine gemeinsame Auftragsklärung wichtig.

Nicht:

„Heute machen wir Teamübungen.“

Sondern:

„Was soll nach diesem Termin für euren Schulalltag leichter oder klarer sein?“

Die PH Niederösterreich empfiehlt bei kollegialen Entwicklungsprozessen ebenfalls eine Bestandsaufnahme, die Klärung von Rollen und Teamstrukturen sowie die Entwicklung eines konkreten Zielbildes und Handlungsplans. PH Niederösterreich

Welche Rolle spielt die Schulleitung bei Teamentwicklung?

Eine wichtige – aber nicht in jeder Situation dieselbe.

Wenn ein Klassenteam seine Zusammenarbeit verbessern möchte, muss die Schulleitung nicht automatisch während des gesamten Prozesses beteiligt sein.

Wenn es hingegen um Organisationsstrukturen, Zuständigkeiten, Entscheidungen oder die Kultur eines gesamten Kollegiums geht, ist die Rolle der Schulleitung wesentlich.

Dann sollte vorher geklärt werden:

Wer nimmt teil?

Welche Entscheidungen kann das Team selbst treffen?

Wo braucht es die Schulleitung?

Was bleibt vertraulich?

Welche Ergebnisse werden weitergegeben?

Klarheit über den Rahmen ist gerade bei Teamformaten entscheidend.

Kann eine Schulleitung gute Zusammenarbeit überhaupt beeinflussen?

Ja – auch wenn sie Zusammenarbeit nicht verordnen kann.

TALIS 2024 zeigt für Österreich, dass 85 % der Lehrer:innen von guten professionellen Beziehungen zwischen Schulleitung und Mitarbeitenden berichten. 92 % geben außerdem an, dass ihre Schulleitung Vertrauen in die Expertise der Lehrer:innen hat. OECD

Schulleitung kann beispielsweise Zeit, Strukturen, Entscheidungswege und Kommunikationsräume schaffen.

Aber sie kann nicht jede Zusammenarbeit selbst herstellen.

Rahmenbedingungen und tägliches Verhalten im Team gehören zusammen.

Was hat Teamteaching mit Teamentwicklung zu tun?

Sehr viel.

Zwei Lehrer:innen gleichzeitig im Klassenzimmer bedeuten noch nicht automatisch gute Teamarbeit.

Teamteaching braucht Abstimmung.

Wer übernimmt wann die Führung?

Wer beobachtet?

Wer unterstützt einzelne Schüler:innen?

Wie reagieren wir auf Störungen?

Wie wechseln wir Rollen?

Wann besprechen wir anschließend, was funktioniert hat?

Gerade weil Teamteaching in Österreich laut TALIS vergleichsweise häufig genutzt wird, lohnt es sich, nicht nur zu fragen:

„Sind zwei Personen im Raum?“

sondern:

„Wie nutzen wir die Möglichkeiten von zwei Personen im Raum?“ OECD

Welche Formen von Teamteaching können wir nutzen?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten.

Eine Lehrkraft kann unterrichten, während die andere beobachtet oder unterstützt.

Zwei Gruppen können parallel arbeiten.

Es kann Stationen geben.

Eine kleinere Gruppe kann zusätzliche Unterstützung erhalten.

Oder beide Lehrer:innen führen gemeinsam.

Entscheidend ist weniger, ein bestimmtes Modell immer zu verwenden.

Die wichtigere Frage lautet:

Welches Teamteaching-Modell unterstützt gerade unser Ziel, unsere Klasse und unsere Schüler:innen?

Rollen bewusst auszuwählen kann Teamteaching deutlich entlastender machen.

Was hat Intervision mit Zusammenarbeit im Kollegium zu tun?

Intervision ist strukturierte kollegiale Fallberatung.

Statt dass bei einem Problem sofort fünf Personen sagen:

„Also ich würde ja einfach …“

wird zunächst gemeinsam verstanden, worum es eigentlich geht.

Ein Fall wird strukturiert betrachtet.

Unterschiedliche Perspektiven werden gesammelt.

Danach entstehen mögliche Handlungsideen.

Intervision kann dadurch nicht nur bei einzelnen Fällen helfen.

Sie stärkt auch eine Teamkultur, in der Lehrer:innen voneinander lernen können, ohne sich gegenseitig beurteilen zu müssen.

Muss ein gutes Kollegium ein starkes Wir-Gefühl haben?

Ja – aber nicht im Sinn von:

„Wir sind alle beste Freund:innen.“

Ein professionelles Wir-Gefühl bedeutet eher:

Wir gehören zu diesem Team.

Wir haben bestimmte gemeinsame Ziele.

Wir wissen, worauf wir uns verlassen können.

Probleme werden nicht immer nur einzelnen Personen zugeschoben.

Dass in Österreich 87 % der Lehrer:innen sagen, sich auf Kolleg:innen verlassen zu können, ist deshalb ein durchaus wichtiger Wert. OECD

Vertrauen heißt nicht, dass es keine Unterschiede oder Konflikte gibt.

Es bedeutet:

„Wenn es schwierig wird, müssen wir nicht jede:r für sich allein kämpfen.“

Was kann ein Teambuilding konkret beinhalten?

Das hängt vom Auftrag ab.

Ein Teambuilding kann beispielsweise Ressourcen im Kollegium sichtbar machen, Kommunikation reflektieren, Rollen klären, Zusammenarbeit erleben, gemeinsame Ziele formulieren oder ganz konkrete Vereinbarungen für den Schulalltag entwickeln.

Je nach Team arbeite ich mit Übungen, Kleingruppenarbeit, Visualisierungen, Aufstellungen, Perspektivwechseln oder moderierten Reflexionsprozessen.

Wichtig ist mir dabei:

Die Methode muss zum Anliegen passen – nicht das Team zur Methode.

Ich mache also nicht einfach ein Standardprogramm mit allen Schulen.

Wir schauen vorher:

Was braucht dieses Team tatsächlich?

Was kann Teamentwicklung nicht leisten?

Ein Workshop kann nicht jede strukturelle Schwierigkeit einer Schule lösen.

Er ersetzt keine fehlenden Personalressourcen.

Er kann keine dienstrechtlichen Fragen entscheiden.

Und er kann auch keine tiefen Konflikte auflösen, wenn Beteiligte nicht bereit oder aktuell nicht in der Lage sind, miteinander daran zu arbeiten.

Teamentwicklung kann aber etwas anderes leisten:

sichtbar machen, woran Zusammenarbeit gerade scheitert – und was das Team tatsächlich verändern kann.

Das allein kann bereits viel Bewegung ermöglichen.

Wie läuft eine Teamentwicklung mit dir ab?

Am Anfang steht die Auftragsklärung.

Wir schauen:

Was beschäftigt euch?

Was soll nach der Teamentwicklung anders sein?

Wer ist beteiligt?

Was funktioniert bereits gut?

Was kostet aktuell unnötig Energie?

Und handelt es sich überhaupt um ein Teamentwicklungsthema – oder braucht es eigentlich Konfliktmoderation, Intervision, Fortbildung oder Prozessoptimierung?

Danach entwickle ich ein Format, das zu eurem Anliegen passt.

Bei manchen Teams reicht ein Workshop.

Andere Themen profitieren von mehreren Terminen.

Entscheidend ist für mich, dass am Ende nicht nur ein netter Vormittag entstanden ist, sondern möglichst auch die Frage beantwortet wurde:

Was machen wir ab morgen konkret anders?

Gute Teamarbeit bedeutet nicht, dass es nie Reibung gibt

Teams ohne Unterschiede gibt es nicht.

Und ein Kollegium, das nie einen Konflikt hat, ist nicht automatisch ein gutes Kollegium.

Entscheidender ist:

Können wir Unterschiede ansprechen?

Können wir trotzdem Entscheidungen treffen?

Wissen wir, worauf wir uns verlassen können?

Und finden wir wieder zu einer arbeitsfähigen Zusammenarbeit zurück, wenn etwas schwierig geworden ist?

Teamentwicklung soll deshalb nicht jede Reibung beseitigen.

Sie soll dazu beitragen, dass weniger Energie durch vermeidbare Reibung verloren geht.

Ihr müsst nicht alle gleich sein, um gemeinsam gut zu arbeiten

Vielleicht funktioniert in eurem Team bereits sehr vieles.

Vielleicht gibt es nur einen bestimmten Bereich, in dem Zusammenarbeit immer wieder schwierig wird.

Oder ihr merkt:

„Wir brauchen endlich einmal Zeit dafür, wie wir eigentlich miteinander arbeiten.“

Dann kann genau das der Ausgangspunkt sein.

Ihr müsst mir Schule nicht erst erklären.

Wir schauen gemeinsam darauf, was in eurem Team bereits trägt, wo Zusammenarbeit Energie kostet und welche konkreten Vereinbarungen euch im Schulalltag wirklich weiterhelfen.