Häufige Fragen und Antworten
Unterstützung im konkreten Schulalltag
Nein. Beratung muss nicht erst beginnen, wenn du kurz vor dem Burnout stehst, eine Klasse komplett eskaliert oder ein Konflikt bereits festgefahren ist.
Du kannst auch kommen, wenn du merkst: „Diese Situation kostet mich gerade zu viel Energie“, „Ich möchte früher reagieren“, „Ich brauche einen Blick von außen“, „Ich möchte etwas ausprobieren“ oder „Ich weiß noch nicht genau, wie ich mit dieser Klasse umgehen soll.“
Oft ist es deutlich leichter, Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, bevor eine Situation eskaliert.
Ja. Classroom Management ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit.
Dabei geht es nicht darum, dir eine allgemeine Liste mit „10 Regeln für guten Unterricht“ zu geben. Wir schauen auf deine konkrete Klasse und darauf, was bei dir und deinen Schüler:innen tatsächlich passiert.
- Wann kippt die Stimmung?
- Bei welchen Situationen verlierst du besonders viel Energie?
- Welche Regeln und Routinen funktionieren bereits?
- Wo sind Erwartungen für Schüler:innen möglicherweise unklar?
- Wie reagierst du auf Störungen?
- Wie kannst du führen, ohne ständig laut, streng oder erschöpft sein zu müssen?
- Welche Beziehungsmuster und Gruppendynamiken spielen eine Rolle?
Ja. Wir analysieren gemeinsam, was genau in der Klasse passiert, statt nur einzelne Schüler:innen als „Problem“ in den Blick zu nehmen.
Dabei können unter anderem Gruppenrollen, Regeln, Konsequenzen, Beziehungsgestaltung, Übergänge im Unterricht, Sitzordnung, Kommunikation, Konfliktdynamiken und die Zusammenarbeit im Klassenteam eine Rolle spielen.
Ziel ist, dass du wieder mehr Orientierung und konkrete Handlungsmöglichkeiten bekommst.
Dann darf genau das Thema sein. Du musst nicht erst eine perfekte pädagogische Erklärung dafür haben.
Wir schauen gemeinsam darauf, was dich an dieser Klasse besonders belastet, welche Dynamiken immer wieder entstehen, was bereits versucht wurde und wo du wieder Handlungsspielraum gewinnen kannst – sowohl im Umgang mit den Schüler:innen als auch in deiner eigenen Abgrenzung.
Ja – in der Vorbereitung und in der Nachbereitung.
Wir können schwierige Gespräche mit Erziehungsberechtigten gemeinsam vorbereiten, zum Beispiel bei Konflikten, Gewalteskalationen, Mobbingvorwürfen, Leistungsproblemen, Verhaltensauffälligkeiten, Beschwerden oder bereits angespannten Situationen.
Ich bin bei diesen Gesprächen selbst nicht dabei. Stattdessen bereiten wir dich so vor, dass du deine Anliegen klar, professionell und möglichst sicher vertreten kannst.
Was möchte ich vermitteln?
- Was sind Fakten und was sind Interpretationen?
- Wo möchte ich Verständnis zeigen?
- Wo brauche ich eine klare Grenze?
- Wie reagiere ich auf Vorwürfe oder starke Emotionen?
- Welche Formulierungen helfen mir, ruhig und professionell zu bleiben?
Bei Mobbing ist es wichtig, nicht nur einzelne Vorfälle zu betrachten, sondern die gesamte Gruppendynamik und den Schutz der betroffenen Schüler:innen mitzudenken.
Wir schauen gemeinsam darauf, welche Rollen und Dynamiken die Situation stabilisieren, welche Schritte im schulischen Rahmen sinnvoll sind und welche weiteren Personen oder Unterstützungssysteme eingebunden werden sollten.
Je nach Auftrag kann ich Lehrer:innen beraten, Klassenteams begleiten oder Prozesse rund um Konflikt- und Gruppendynamiken reflektieren. Bei schwerwiegenden Fällen ist mir wichtig, die Grenzen der eigenen Rolle zu erkennen und weitere schulische oder psychosoziale Unterstützung einzubeziehen.
- Wie können betroffene Schüler:innen geschützt werden?
- Welche Dynamiken und Rollen sind in der Klasse sichtbar?
- Welche Erwachsenen müssen eingebunden werden?
- Was sollte dokumentiert werden?
- Welche Schritte sind pädagogisch sinnvoll und was liegt außerhalb der eigenen Zuständigkeit?
Ich habe Zusatzfortbildungen zum „No Blame Approach“ absolviert und die Durchführung dieses Ansatzes bereits an mehreren Schulen begleitet und kann gerne auch dich dabei unterstützen.
Ja. Ich biete Workshops für Schulklassen zu unterschiedlichen Themen rund um Klassengemeinschaft, Konflikte, psychische Gesundheit, Kommunikation und soziale Kompetenzen an. Inhalt, Dauer und Methoden werden an Alter, Schulform und den konkreten Bedarf der Klasse angepasst. Schau hier auf meine konkreten Workshopformate.
Ja. Gerade unterschiedliche pädagogische Haltungen können im Klassenteam schnell zu Spannungen führen.
Hier kann es helfen, Rollen, Erwartungen, Zuständigkeiten und gemeinsame Grundlinien sichtbar zu machen. Ziel ist nicht, dass alle Lehrer:innen gleich unterrichten. Ziel ist ein Klassenteam, das trotz unterschiedlicher Persönlichkeiten ausreichend abgestimmt und handlungsfähig ist.
Ja. Konflikte im Kollegium, unterschiedliche Rollenverständnisse, schwierige Zusammenarbeit, Kommunikationsprobleme oder unausgesprochene Spannungen können sehr belastend sein.
Je nach Situation kann das Thema in einer Einzelberatung bearbeitet oder im Rahmen einer Teammoderation bzw. Intervision gemeinsam betrachtet werden.
Ja. Nicht jedes Problem im Lehrer:innenberuf entsteht im Klassenzimmer.
Auch Konflikte mit Kolleg:innen, Schulleitung, Hierarchien, Verantwortlichkeiten, Arbeitsverteilung oder fehlende Abgrenzung können Thema einer Beratung sein. Dabei schauen wir besonders darauf, welche Handlungsmöglichkeiten du innerhalb deiner tatsächlichen Rolle hast.
Unterrichtsbeobachtung kann – je nach Angebot und Auftrag – als praxisnahes Format sinnvoll sein. Entscheidend ist ein vorher klar vereinbarter Fokus: zum Beispiel Classroom Management, Kommunikation, Übergänge, Präsenz oder Umgang mit Störungen.
Bei einer Hospitation beobachte ich deinen Unterricht mit einem vorher gemeinsam vereinbarten Fokus – zum Beispiel Classroom Management, Kommunikation, Übergänge, Präsenz, Gruppendynamik oder den Umgang mit Störungen. Anschließend reflektieren wir die Beobachtungen gemeinsam und leiten konkrete, zu dir passende Handlungsmöglichkeiten ab.
Wir telefonieren kurz davor oder vereinbaren im Vorfeld eine komplette Beratungseinheit. Wir vereinbaren Ziel, Fokus und genaue Zeit, wann ich komme und wie wir das deinen Schüler:innen kommunizieren. Innerhalb von 48h nach der Unterrichtsbeobachtung vereinbaren wir ein Analyse- und Beratungsgespräch, sodass die Erinnerung an die Stunde und einzelne Unterrichtssequenzen noch frisch genug ist und tatsächlich wirksam damit gearbeitet werden kann.
Die Kosten belaufen sich je nach Format und Zeitaufwand zwischen 250€ und 350€.
Vertraulichkeit, Bezahlung & Förderung
Von mir erfahren Direktionen nie, wer genau, wie oft bei mir war oder welche Inhalte behandelt werden. Vertraulichkeit und ein klarer Rahmen sind mir hier besonders wichtig.
Sollten meine Einheiten von einem Fördertopf der Schule gefördert werden, habe ich normalerweise die Vereinbarung, dass Direktionen und Fördergeber nur erfahren, wie viele Pädagog:innen bei mir waren, da dies oft eine relevante Zahl für die Fördertöpfe ist. Aber das ist alles, eine Zahl für eine Statistik, niemals dein Name, deine Anliegen oder deine Inhalte.
Wenn du jemandem darüber erzählen möchtest, steht dir das natürlich frei.
Nicht durch mich. Wer eine Einzelberatung in Anspruch nimmt und worüber dort gesprochen wird, behandle ich vertraulich.
Bei Teamformaten wissen die teilnehmenden Personen natürlich voneinander. Auch dort wird zu Beginn oder ggf. bei der Ergebnissicherung geklärt, was innerhalb der Gruppe bleiben soll und was gegebenenfalls nach außen kommuniziert wird.
Auch Informationen über Schüler:innen, Erziehungsberechtigte, Kolleg:innen und schulinterne Situationen behandle ich verantwortungsvoll und vertraulich. In Beratungen ist es sinnvoll, personenbezogene Angaben nur so weit einzubringen, wie sie für die Bearbeitung des Anliegens tatsächlich notwendig sind. Meine Notizen beinhalten nur Abkürzungen und bleiben stets gut verwahrt und verschlossen – nur auf Papier, niemals digital.
Das hängt davon ab, in welchem Rahmen du zu mir kommst.
Du kannst Beratung selbst als Privatperson buchen. Ebenso können Schulen, Schulleitungen, Institutionen oder andere Auftraggeber:innen Beratungen, Workshops, Intervisionen, Moderationen oder Trainings für einzelne Lehrer:innen oder Teams beauftragen.
Wer Auftraggeber:in ist und welche Informationen weitergegeben werden dürfen, wird vor Beginn klar vereinbart.
Die Kosten hängen vom Setting und vom Angebot ab – zum Beispiel Einzelberatung, Intervision, Teamformat, Workshop oder Training.
- 1:1 Beratungen: 100€ pro Einheit
- 1:2-5: 150€ pro Einheit
- 1:5-10: 175€ pro Einheit
Workshops, Fortbildungen usw. richten sich nach Dauer, Aufwand für das Thema und variieren daher im Preis. Dies kann aber im Vorfeld bei der Anfrage natürlich geklärt werden.
Ob eine Kostenübernahme oder Förderung möglich ist, hängt stark vom jeweiligen Angebot und vom Auftrag ab.
Welches Angebot passt zu mir?
Beratung, Intervision & Training
In einer Beratung steht deine individuelle Situation im Mittelpunkt. Wir versuchen zu verstehen, was passiert, welche Rolle du darin hast und welche Handlungsmöglichkeiten für dich passen.
Beim Training üben wir stärker konkrete Fähigkeiten oder Techniken. Das kann beispielsweise Gesprächsführung, Classroom Management, Konfliktkommunikation oder das Auftreten in bestimmten Situationen betreffen.
Oft lassen sich beide Formen sinnvoll miteinander verbinden.
Beim Coaching stehen häufig konkrete Ziele, Entscheidungen oder persönliche Entwicklungsschritte im Vordergrund. Supervision fokussiert die Reflexion beruflicher Rollen, Beziehungen, Fälle und Teamprozesse. Die Grenzen können sich überschneiden. Gemeinsam klären wir, welcher Rahmen für dein Anliegen sinnvoll ist.
Ja. Neben Einzelsupervision begleite ich auch Teams bei der Reflexion von Zusammenarbeit, Kommunikation, Konflikten und beruflichen Herausforderungen. Ziele, Auftrag und Rahmenbedingungen vereinbaren wir vorab.
Nein. Teamsupervision kann auch präventiv genutzt werden, um Zusammenarbeit zu reflektieren, Rollen zu klären und herausfordernde Entwicklungen frühzeitig anzusprechen.
Techniktraining für erfolgreichen Unterricht
Manchmal braucht es keine lange Analyse, sondern sehr konkretes Training. In einem Techniktraining können wir bestimmte Situationen aus deinem Schulalltag praktisch üben.
Wir spielen konkrete Situationen durch, probieren verschiedene Varianten aus und analysieren gemeinsam, was zu deiner Persönlichkeit passt. Ziel ist nicht, eine künstliche Lehrer:innenrolle zu lernen. Ziel ist, dein vorhandenes Repertoire zu erweitern, damit du in herausfordernden Situationen mehr Wahlmöglichkeiten hast.
- eine Klasse ruhig starten und Übergänge gestalten
- Aufmerksamkeit herstellen
- Anweisungen klar formulieren
- auf Unterrichtsstörungen reagieren
- Grenzen setzen und Konsequenzen kommunizieren
- schwierige Situationen mit Schüler:innen ansprechen
- EuE-Gespräche vorbereiten
- Konfliktgespräche strukturieren
- eine schwierige Situation vor der Klasse souverän moderieren
- Nonverbales Classroom Management
Nein. Techniktraining kann sowohl für Berufseinsteiger:innen als auch für erfahrene Lehrer:innen sinnvoll sein.
Gerade erfahrene Lehrer:innen haben häufig bereits viele funktionierende Strategien und möchten ihr Repertoire für bestimmte Situationen gezielt erweitern.
Intervision ist eine strukturierte Form kollegialer Fallberatung. Lehrer:innen bringen konkrete Situationen aus ihrem Berufsalltag ein und betrachten sie gemeinsam aus unterschiedlichen Perspektiven.
Dabei geht es nicht darum, dass alle gleichzeitig Ratschläge geben. Durch klare Methoden entsteht ein strukturierter Reflexionsprozess, aus dem neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten entstehen können.
Beides ist möglich. Intervision kann innerhalb eines bestehenden Kollegiums oder Teams stattfinden. Ebenso können sich Lehrer:innen aus unterschiedlichen Schulen zu einer Gruppe zusammenschließen.
Coaching ist häufig stärker ziel-, leistungs- oder lösungsorientiert und arbeitet entlang klar definierter Veränderungsziele. In psychosozialer Beratung darf auch zunächst unklar sein, was genau das Problem oder das Ziel ist.
Hier können Belastung, Ambivalenz, Beziehungsmuster, Konflikte, Rollenfragen und persönliche Reaktionen ebenso Raum bekommen wie konkrete berufliche Handlungsmöglichkeiten. Gerade im Lehrer:innenberuf lassen sich berufliche und persönliche Belastung oft nicht vollständig voneinander trennen.
Ablauf & Rahmen
Nein. Gerade im Schulalltag greifen oft mehrere Dinge ineinander: Belastung, Konflikte, Classroom Management, Teamdynamiken, schwierige Gespräche, Rollenfragen oder das Gefühl, ständig reagieren zu müssen.
Dann sortieren und visualisieren wir zunächst gemeinsam: Was gehört zusammen? Was ist gerade am dringendsten? Was kannst du beeinflussen – und was nicht?
Im ersten Gespräch lernen wir uns kennen und schauen gemeinsam auf deine aktuelle Situation.
Du erzählst mir, was dich beschäftigt, wo du gerade feststeckst oder wobei du dir Unterstützung wünschst. Ich stelle Fragen, helfe beim Sortieren und wir klären, welche Form der Zusammenarbeit für dein Anliegen sinnvoll sein könnte.
Manchmal geht es um ein sehr konkretes Problem – zum Beispiel eine schwierige Klasse, einen Konflikt mit Erziehungsberechtigten oder Spannungen im Kollegium. Manchmal ist zunächst nur klar: „So wie es gerade läuft, möchte ich nicht weitermachen.“ Beides ist ein guter Ausgangspunkt.
Ich biete ein kostenloses 20min Telefongespräch an, sodass du einen Eindruck von mir gewinnen kannst. Wenn sich das Gespräch für dich stimmig anfühlt, vereinbaren wir einen kostenpflichtigen Beratungstermin (100€ für 50min).
Das hängt vom jeweiligen Angebot und Setting ab. Einzelberatungen sind kürzer (45-50 Minuten) und können sehr fokussiert stattfinden, während für komplexere Fragestellungen, Teamprozesse (zumeist 100 Minuten pro Gruppentermin je nach Gruppengröße), Intervisionen oder Trainings mehr Zeit sinnvoll sein kann.
Die genaue Dauer wird bei der Buchung transparent vereinbart.
Das ist sehr unterschiedlich. Manche Anliegen lassen sich bereits in ein oder zwei Gesprächen gut sortieren. Andere Themen – etwa länger bestehende Konflikte, belastende Klassensituationen, Rollenfragen oder wiederkehrende Muster – profitieren von einer Begleitung über mehrere Termine (5 bis 15 Termine).
Mir ist wichtig, dass Beratung kein Selbstzweck wird. Wir schauen gemeinsam darauf, was du erreichen möchtest und woran du merkst, dass du wieder ausreichend Orientierung und Handlungssicherheit hast.
Im Durchschnitt sind Klient:innen in etwa 7 Einheiten bei mir.
Auch das richtet sich nach deinem Anliegen. Bei akuten Situationen können kürzere, wöchentliche Abstände sinnvoll sein. Bei längerfristiger Begleitung liegen zwischen den Terminen häufig mehrere Wochen, damit du Dinge im Schulalltag ausprobieren und beobachten kannst.
Organisatorisches
Je nach Angebot können Einheiten in einem Beratungsraum in der Lehargasse in 1060 Wien, online oder – insbesondere bei Teamformaten, Workshops, Moderationen und schulbezogenen Trainings – direkt an einer Schule stattfinden.
Welcher Ort sinnvoll ist, vereinbaren wir bei der Buchung.
Ja. Viele Themen lassen sich sehr gut online bearbeiten – insbesondere Reflexion, Fallbesprechungen, Gesprächsvorbereitung oder berufliche Entscheidungsfragen.
Bei bestimmten erfahrungsorientierten Methoden oder Teamformaten kann ein Termin vor Ort sinnvoller sein.
Ja. Workshops, Fortbildungen, Teammoderationen, Intervisionen und bestimmte Beratungs- oder Trainingsformate können direkt an Schulen stattfinden.
Nein. Ich arbeite je nach Auftrag mit einzelnen Lehrer:innen, Klassenteams, Kollegien, Schulleitungen oder anderen pädagogischen Teams.
Meine Angebote richten sich grundsätzlich an Lehrer:innen und Schüler:innen unterschiedlicher Schulformen. Bei der Planung berücksichtige ich die jeweilige Altersgruppe der Schüler:innen, die Schulform, die Funktion der Lehrer:innen und die konkrete Situation. Am meisten Erfahrung habe ich mit Mittelschulen, Volksschulen und Polytechnischen Schulen.
Wenn du einen Termin nicht wahrnehmen kannst, melde dich bitte so früh wie möglich. Bis 48h vor dem Termin ist das kostenlos möglich, danach wird dir bzw. deiner Schule leider das vollständige Honorar verrechnet.
Arbeitsweise & Haltung
Meine Arbeit verbindet psychosoziale Beratung mit meiner langjährigen Erfahrung aus Schule und Bildungsbereich.
Ich arbeite nicht ausschließlich über Gespräch und Analyse. Je nach Thema nutze ich auch Visualisierungen, Aufstellungen, Perspektivwechsel, Übungen, konkrete Fallarbeit und Elemente aus systemischer Beratung, Gestaltarbeit und Psychodrama.
Bei schulischen Fragestellungen kommt außerdem meine pädagogische Perspektive dazu. Das bedeutet: Wir können sowohl deine persönliche Situation betrachten als auch sehr konkret überlegen, was du morgen in deiner Klasse, im Gespräch oder im Team anders ausprobieren kannst.
Beides hat Platz. Bei persönlichen Themen geht es häufig darum, deine eigenen Handlungsmöglichkeiten und Grenzen herauszuarbeiten. Bei pädagogischen oder organisatorischen Fragen darf es aber sehr konkret werden. Ich bringe Fachwissen, Methoden, Gesprächsstrategien, Unterrichtsideen, Reflexionsfragen und bewährte Tools ein, wenn sie zu deinem Anliegen passen und du das möchtest. Das kläre ich aber immer vorher mit dir ab.
Du musst also nicht jede Lösung selbst erfinden. Ich habe ein großes Repertoire an bereits in Schulklassen erprobten Methoden, die wirksam sind.
Erfahrungsorientiert bedeutet, dass wir ein Thema nicht ausschließlich besprechen. Manchmal versteht man ein Problem rational bereits sehr gut – und steckt trotzdem darin fest.
Dann kann es hilfreich sein, Situationen sichtbar oder unmittelbar erfahrbar zu machen. Wir können beispielsweise eine schwierige Klassensituation darstellen, Rollen aufstellen, unterschiedliche Perspektiven einnehmen, ein Gespräch ausprobieren oder beobachten, was sich verändert, wenn du deine Position in einer Situation veränderst.
Dadurch werden Zusammenhänge oft schneller verständlich als durch reines Nachdenken.
Viele komplexe Situationen werden leichter verständlich, wenn man sie vor sich sieht.
Deshalb arbeite ich gerne mit Skizzen, Karten, Figuren, Bodenankern, Aufstellungen oder anderen Visualisierungen. So können beispielsweise ein Klassenteam, eine Konfliktsituation, unterschiedliche Verantwortlichkeiten oder eine Gruppendynamik dargestellt werden.
Gerade bei Situationen, in denen scheinbar „alles miteinander zusammenhängt“, kann das sehr entlastend sein.
Systemisches Arbeiten bedeutet unter anderem, ein Problem nicht isoliert zu betrachten. Eine schwierige Situation entsteht meist innerhalb eines Systems: Klasse, Kollegium, Schule, Familie, Hierarchie oder Beziehung.
Wir betrachten deshalb Wechselwirkungen, unterschiedliche Perspektiven, Rollen und Muster. Dabei steht niemals die Frage „Wer ist schuld?“ im Mittelpunkt, sondern vielmehr: „Was passiert hier zwischen den Beteiligten – und wo kann Veränderung beginnen?“
Gestaltorientierte Elemente helfen dabei, stärker wahrzunehmen, was gerade im Moment passiert. Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen, innere Widersprüche und Bedürfnisse können dadurch sichtbarer werden.
Gerade bei Situationen, in denen du immer wieder ähnlich reagierst – obwohl du eigentlich anders reagieren möchtest – kann diese Perspektive hilfreich sein.
Psychodramatische Methoden machen Situationen erlebbar. Anstatt beispielsweise nur über ein schwieriges Gespräch zu sprechen, können wir Teile davon ausprobieren, Rollen wechseln oder eine Situation räumlich darstellen.
Dadurch können neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten entstehen. Niemand muss dabei „Theater spielen“. Die Methoden werden immer so eingesetzt, dass sie zu dir und deinem Anliegen passen.
Abgrenzung & Verantwortung
Nein. Psychosoziale Beratung und Psychotherapie sind unterschiedliche Angebote.
In meiner Arbeit können persönliche Belastungen, Beziehungen, Konflikte, berufliche Rollen und schwierige Lebens- oder Arbeitssituationen besprochen werden. Psychische Erkrankungen werden jedoch nicht im Rahmen psychosozialer Beratung behandelt.
Wenn im Laufe einer Beratung deutlich wird, dass psychotherapeutische, psychiatrische oder andere spezialisierte Unterstützung sinnvoll wäre, spreche ich das offen an.
Meine Beratung ersetzt keine akute psychiatrische oder psychotherapeutische Krisenversorgung.
Wenn eine akute Gefährdung oder schwere psychische Krise besteht, sind entsprechende medizinische bzw. psychosoziale Krisendienste die richtige Anlaufstelle. Eine Beratung bei mir kann gegebenenfalls ergänzend oder zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoll sein.
Buchung für Schulen, Teams & Einzelpersonen
Du kannst mich über das Kontaktformular oder per E-Mail kontaktieren und mir kurz schreiben, worum es geht. Du musst dein Anliegen dabei noch nicht genau formulieren können – ein paar Stichworte reichen völlig aus.
Wir klären anschließend, welches Setting für dein Thema sinnvoll ist: Einzelberatung, Intervision, Hospitation, Teamarbeit oder ein Training.
Für eine Einzelberatung kannst du mich direkt über das Kontaktformular bzw. per E-Mail kontaktieren.
Wenn du mich für eine Schule, ein Team, eine Intervision, einen Klassenworkshop, eine Fortbildung oder Moderation anfragen möchtest, schreib mir kurz, worum es geht. Du musst bei der Anfrage noch kein fertiges Konzept haben. Genau dafür können wir miteinander besprechen, was tatsächlich gebraucht wird.
- Worum geht es?
- Für wen ist das Angebot gedacht?
- Wie viele Personen nehmen ungefähr teil?
- Gibt es einen gewünschten Zeitraum?
- Kommt die Anfrage von dir persönlich oder von einer Schule bzw. Institution?